Tipps für den Alltag

Schluss mit Rauchen – praktische Tipps

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist der Tod von etwa 7 Millionen Menschen jährlich dem Tabakkonsum geschuldet – dass das Rauchen, aktiv wie passiv, sich gesundheitsschädigend auswirkt, ist unumstritten und bereits 1997 vom Bundesverfassungsgericht höchstrichterlich bestätigt worden. Der blaue Dunst fördert die Entstehung von Krebs-, Herz-Kreislauf- und Gefäßerkrankungen (Raucherbeine), kann diese sogar verursachen – und, was vielleicht einst genussvoll begonnen, wird schnell zum Zwang, dem es sich zu widersetzen lohnt.

Damit die Gesundheit sich nicht in Rauch auflöst

Dass Geräuchertes länger hält, mag auf Wurst-/Fleischwaren und Fisch zutreffen, "geräucherte" Menschen jedoch verkürzen ihre "Haltbarkeitsdauer" auch äußerlich erkennbar. Tabakwirkstoffe verengen die Blutgefäße, der Abbau von Kollagenfasern wird beschleunigt und es entstehen deutlich früher und ausgeprägter Falten als bei Nichtrauchern. Raucherhaut wirkt eher grau und fahl, es bilden sich häufiger Pickel und Mitesser, die Gefahr von Infektionen ist größer. Typisch für Raucher ist auch ein gelblich verfärbter Zahnschmelz, Zahnstein entsteht verstärkt, das Zahnfleisch ist anfälliger für Entzündungen und bildet sich früher zurück.
Dass die Lungenfunktion durch Nikotinkonsum beeinträchtigt wird, ist ebenfalls offensichtlich – Rauchern geht schneller die Puste aus.
Man(n) kann rauchen oder "können" können? Studien haben ergeben, dass Raucher häufiger und früher von Impotenz betroffen sind – auch die Fruchtbarkeit wird sowohl bei männlichen als auch bei weiblichen Rauchern negativ beeinflusst.
Überhaupt sind Raucher den Nichtrauchern ihrer Zeit voraus, den Alterungsprozess betreffend.

Fünf gute Gründe, um sofort mit dem Aufhören anzufangen

  • Schon nach drei rauchfreien Tagen verbessert sich die Lungenfunktion! Atembeschwerden und Husten verschwinden nach und nach.
  • Das Krebsrisiko sinkt mit der der Dauer der Nikotin-Abstinenz – je länger man "clean" ist, umso besser erholt sich die Körper.
  • Bereits nach einer rauchfreien Woche werden bei starken Rauchern niedrigere Blutdruckwerte gemessen.
  • Auch optische Effekte lassen nicht lange auf sich warten: Die Haut wirkt zusehends frischer, glatter und reiner; der "Grauschleier" hebt sich und der Gelbstich an Fingern und Zähnen schwindet.
  • Sofort unabhängig! Unabhängig von der Suche nach Zigaretten (-automaten), Feuerzeugen, Aschenbechern, Raucherecken … Pause machen, wann man will, und nicht dem Glimmstängel-Diktat folgend.

So verzieht sich der blaue Dunst

  • Am Anfang steht die klare Entscheidung gegen das Rauchen – ist die erstmal getroffen, hat die Kippe keine Chance mehr!
  • Gute Vorsätze werden gestärkt, indem wir sie den Menschen in unserem Umfeld mitteilen. Das verhindert auch, dass wir von anderen weiterhin zum Mitrauchen animiert werden und fördert deren Verständnis für unsere eventuell auftretenden Stimmungsschwankungen.
  • Alle Raucher-Utensilien müssen entsorgt werden (inklusive der "Notfall-Zigarette").
  • Anfangs sicherheitshalber Situationen meiden, bei denen geraucht wird / bislang geraucht wurde.
  • Bis man als Nichtraucher gefestigt ist, kann es auch notwendig sein, vorläufig die Gesellschaft nicht rauchender Freunde zu bevorzugen; gute rauchende Freunde werden jetzt, zumindest auf Ihre Bitte hin, nicht ihn Ihrer Gegenwart zum Glimmstängel greifen.
  • Immer etwas zum Trinken, zuckerfreien Kaugummi/Bonbons, ein Stück Obst oder Gemüse als Alternative parat haben.
  • Entzugszeichen wie Gereiztheit, Unruhe, Unwohlsein oder gesteigerte Aggressivität einkalkulieren und tolerieren und sich in kritischen Situationen die Vorteile und lebenslang positiven Auswirkungen des Nichtrauchens bewusst machen.
  • Ab sofort ein Sparschwein mit dem Geld füttern, das ansonsten für Rauchwaren ausgegeben worden wäre; nach Ablauf eines Jahres könnte ein Urlaub für Sie drin sein.
  • Nikotinersatzprodukte (Pflaster, Tabletten, Kaugummis oder Inhaler) sind sehr hilfreich, um besonders in der ersten Phase der Entwöhnung die Entzugssymptome zu bekämpfen. Wissenschaftliche Studien belegen, dass die Ersatztherapien die Erfolgschancen auf Entwöhnung deutlich verbessern. Im Unterschied zu Zigaretten und Co. führen diese Präparate dem Körper zwar Nikotin, aber keine krebserregenden Stoffe wie Teer oder Kohlenmonoxid zu. Abhängig vom Rauchverhalten sollten die Alternativ-Produkte auf den individuellen Bedarf abgestimmt werden – Nikotinkaugummis beispielsweise unterstützen eine schrittweise Entwöhnung, Nikotinpflaster dagegen sind bei einem abrupten Rauchstopp in Erwägung zu ziehen.

Weniger Rauch – mehr Gewicht?

Die Angst vor Gewichtszunahme durch Nikotinabstinenz ist nicht unbegründet. Passionierte Raucher nutzen kleine Pausen im Alltag gezwungenermaßen, um ihrer Sucht zu frönen (anstatt etwas zu essen/zu trinken); doch wenn man nicht jede Zigarette durch Gummibärchen oder Schokolade ersetzt, hält sich das Plus an Gewicht in Grenzen.
Das Plus für die Gesundheit überwiegt! 
Auch was die Verdauung betrifft, muss sich so mancher Körper erst auf die neue Situation einstellen – doch dafür gibt"s gesunde, unterstützende Mittel. Nach einer gewissen Zeit kommt alles wieder ins Lot.