Apotheke Hannover Onkologie Beratung

Ernährungsempfehlungen548px-Ernährungs_Pyramide

Die Diagnose Krebs bedeutet für die meisten Patienten, dass eine kräftezehrende und erschöpfende Zeit auf sie zukommt.

Viele Patienten leiden aufgrund der verschiedenen Therapien (OP, Chemotherapie, Bestrahlung, Medikamente, usw.) unter Appetitlosigkeit, Geschmacksveränderungen, und möglicherweise auch  an Kau- und Schluckbeschwerden. Dies kann zu einem Gewichtsverlust führen, der in jedem Fall verhindert werden mussn

Sollten Sie Probleme beim Kauen und Schlucken haben, so dass eine ausreichende Kalorienzufuhr nicht möglich ist, empfehlen wir ihnen zusätzlich kochkalorische Trinknahrungen zu sich zu nehmen.

Ein Mangel an Kalorien und damit verbunden an essentiellen Nährstoffen verschlechtert Ihre Prognose erheblich. Bitte beachten Sie, dass viele Patienten nachweislich bereits zum Zeitpunkt der Diagnosestellung nicht optimal mit Vitaminen, Spurenelementen, Mikronährstoffen, usw. versorgt sind.

Grundsätzlich können Sie alles essen, was Ihnen schmeckt. Eine radikale Umstellung Ihrer Ernährung ist nicht erforderlich. Wir möchten Ihnen einige Tipps geben, wie Sie mit Hilfe einer ausgewogenen Lebensmittelauswahl einen positiven Einfluss auf Ihren Krankheitsverlauf nehmen können.

Grünes Gemüse

  • Brokkoli                                                         
  • Rotkohl736px-Broccoli_DSC00861
  • Blumenkohl
  • Rosenkohl

Diese Gemüsesorten enthalten viele wertvolle sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe, denen ein krebshemmendes Potential zugeschrieben wird.                                                                                             

Tipp: Kohl und Brokkoli nicht in Wasser kochen, sondern besser kurz im Dampf garen oder mit Olivenöl im Wok zubereiten!

 

 Rote Früchte

  • HimbeerenHimbeeren
  • Erdbeeren
  • Heidelbeeren
  • Brombeeren
  • Cranberries
  • Aronia

Aufgrund der hohen Anzahl der enthaltenen Polyphenole, haben rote Früchte eine große antioxidative und entzündungshemmende Bedeutung.

Tipp: Immer saisonales Obst und Gemüse verwenden (keine Erdbeeren im Winter). 
Im Winter ist es eine gute Alternative auf tiefgefrorene Früchte auszuweichen.

 

Vitamin E

  • Weizenkeimen
  • Eier
  • Vollkornprodukten
  • Raps-und Olivenöl

Vitamin E wirkt antioxidativ und fängt freie Radikale ein, die z.B. durch Strahlung entstehen. Zusammen mit Vitamin C schützt es so die Zellen. Sparen Sie also nicht an diesen essentiellen, hochwertigen Fetten.

Hingegen sollen Sie versuchen tierische Fette, vor allem den Konsum von Wurstwaren zu reduzieren. Empfohlen werden nicht mehr als 500g rotes Fleischs (Schwein, Rind, Lamm) pro Woche zu essen.


IngwerteeIngwer

Ingwertee kann die durch die Chemotherapie ausgelöste Übelkeit abschwächen.
Am besten fangen Sie schon 3 Tage vor der geplanten Therapie an, regelmäßig Ingwertee zu trinken.

Tipp: Kleines Stück Ingwer in Scheiben schneiden und 10 bis 15 Min. in kochendem Wasser ziehen lassen. 3 mal täglich zur Vorbeugung trinken.

 

Omega-3-Fettsäurenmohnbroetchenraeucherlachs_02_sv

Frischer Fisch liefert  Ω-3-Fettsäuren, die das Körpergewicht stabilisieren und einem weiteren Gewichtsverlust vorbeugen.

Bitte beachten Sie jedoch, dass neuste Studien Hinweise darauf geben, dass einige Fische wie Makrele und Hering die Wirksamkeit der Chemotherapie verschlechtern können. Für Lachs und Thunfisch trifft dies nicht zu.

Weitere Untersuchungen sind für eine abschließende Beurteilung dieser Beobachtung erforderlich.


Möchten Sie noch weitere Tipps zum Thema Ernährung und Nahrungergänzung in der Krebstherapie?
Zögern Sie nicht uns anzusprechen,
wir beraten Sie gerne und kompetent!